Kategorie: Allgemein

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In Reichenbrand darf ab sofort wieder „Bergt-Bräu“ abgefüllt werden. Bereits am Montag soll mit der Produktion begonnen werden.

Chemnitz.Im Markenrechtsstreit um die Chemnitzer Traditionsbiermarke „Bergt-Bräu“ aus Reichenbrand ist eine Entscheidung gefallen. „Ab sofort wird unser Familienname Bergt wieder auf den Etiketten zu finden sein“, sagte Brauereichef Michael Bergt der „Freien Presse“. Nähere Details zum Ausgang des Verfahrens, das in der vergangenen Woche am Oberlandesgericht Stuttgart verhandelt wurde, wollte er nicht nennen. „Wir haben Stillschweigen vereinbart, und daran werden wir uns auch halten“, betonte er. Das Verfahren sei aber rechtskräftig beendet.

Gegen die Nutzung des Namens Bergt hatte eine Brauerei in Baden-Württemberg geklagt. Sie braut und verkauft verschiedene Biere unter dem Namen „Berg-Bier“. Durch die ähnlichen Bezeichnungen seien – zum Beispiel in der Online-Vermarktung – Verwechslungen und dadurch Nachteile für den eigenen Absatz zu befürchten, hieß es.

Mit ihrer Klage reagierte die schwäbische Brauerei, die in erster Instanz Recht bekommen hatte, auf die 2020 begonnene Wiedereinführung der Chemnitzer Traditionsmarke „Bergt“ durch die Brauerei in Reichenbrand. Unter dem Familiennamen der Gründer und Betreiber war das hier gebraute Bier bis weit in die DDR-Zeit hinein vermarktet worden. Älteren Chemnitzern ist „Bergt-Bräu“ bis heute ein Begriff, gleichwohl der Name „Bergt“ in den 1970er-Jahren auf Drängen des Staates von den Etiketten verschwinden musste. Fortan wurde das Bier als „Reichenbrander“ verkauft.

Mit der Rückkehr zu „Bergt-Bräu“ wollte Michael Bergt, der das Unternehmen in fünfter Generation führt, nicht zuletzt einen Lebenstraum seines verstorbenen Großvaters erfüllen. „Er hat sich die Rückkehr zu ‚Bergt‘ immer gewünscht“, schildert der 38-Jährige. „Wir sind unheimlich froh, dass dieser nervenaufreibende Prozess jetzt durchgestanden ist und wir uns wieder voll auf unsere eigentliche Arbeit konzentrieren können.“ Bereits am heutigen Montag solle mit dem Abfüllen der Flaschen begonnen werden, im Laufe der Woche das Bier dann wieder im Handel erhältlich sein.

Im Netz erreichten das Reichenbrander Familienunternehmen noch am Wochenende die ersten Glückwünsche, nicht zuletzt aus der Chemnitzer Gastro-Branche. „Wir danken allen, die uns auf diesem steinigen Weg die Daumen gedrückt und zu uns gehalten haben“, äußerte Michael Bergt bei Facebook. Trotz neuer Sorgen wegen steigender Rohstoffpreise und den noch immer spürbaren Folgen der Corona-Pandemie wolle er den Blick nun nach vorn richten, sagte er der „Freien Presse“. „In zwei Jahren wollen wir in Reichenbrand 150 Jahre Bergt-Bräu feiern.“

Bier mit Tradition

Die Reichenbrander Brauerei Bergt bezeichnet sich als älteste Chemnitzer Privatbrauerei. 1874 gegründet, befindet sie sich seit 1895 in Besitz der Familie Bergt. 2005 stieg Michael Bergt als damals jüngster Braumeister Sachsens den Betrieb ein. Er zählt heute zwölf Beschäftigte.

Vor 50 Jahren musste die Familie das Privatunternehmen an den Staat verkaufen. Als „Brauerei Reichenbrand“ war es später Betriebsteil des VEB Getränkekombinat Karl-Marx-Stadt. Als eines der ersten Unternehmen der Stadt wurde die Brauerei im April 1990 reprivatisiert. (micm)

 

 

Bild: Michael Bergt leitet die Reichenbrander Brauerei in fünfter Generation. Mit modernen Etiketten hat er die Marke „Bergt-Bräu“ wiederbelebt. (Foto: T. Söll/A.)

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Quelle: Freie Presse | 28. März 2022 | Autor: Michael Müller

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Seit Monaten erhitzt ein Rechtsstreit zwischen der Reichenbrander Brauerei und der 500 Kilometer entfernten Berg Brauerei Ulrich Zimmermann die Gemüter. Das Ganze hat drastische Folgen. 500 Kästen mit je 24 Flaschen des bereits etikettierten Bergt-Bräus mussten nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums vernichtet werden. Das sind 12.000 Flaschen und knapp 4.000 Liter.

Wie alles begann

Rückblick: Die Reichenbrander Brauerei unter Geschäftsführung von Michael Bergt wollte im Markenregister die 147 Jahre alte Familienmarke „Bergt-Bräu“ wieder eintragen lassen. Die Berg Brauerei Ehingen reichte Klage ein und bekam vorm Landgericht Stuttgart recht. Alle Schlichtungsversuche sind bisher gescheitert. „Die Gegenseite beharrt weiterhin auf der Liquidierung unseres Familiennamens aus allen geschäftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Bier und Biermischgetränken“, berichtet Geschäftsführer Michael Bergt.

Das Urteil des Landgerichtes rechtskräftig, da die Schwaben eine Sicherheitsleistung hinterlegt haben. Verhindert wird damit auch die Anbringung des neuen Werbeschildes an der sanierten Fassade des „Bräu-Stübls“ Reichenbrand. Und noch eines setzt dem „Berg(t)-Geschrei“ die Schaumkrone auf: Der Verhandlungstermin vor dem Oberlandesgericht Stuttgart ist erst am 24. März 2022.

Neues Logo wurde entwickelt

Doch die nunmehr fünfte Bergt-Generation gibt nicht auf. „Wir haben ein neues Logo bis zur endgültigen Klärung entwickelt“, verrät Michael Bergt. Aktuell wird in Reichenbrand auf Hochtouren das „BIER-LOGO (Bier) im BRAU-PROZESS“ abgefüllt und mit den originellen Etiketten versehen. Seit Dienstag sind die 0,33 Liter-Flaschen in den Sorten Edel Pils, Helles, Red Ale und Radler im Handel. pes

 

Bild: Michael Bergt mit dem neuen Bier-Logo. (Foto: Peggy Schellenberger)

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Quelle: BLICK | 14. Juli 2021 | Autor: Peggy Schellenberger

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„Die Gegenseite beharrt auf der Liquidierung unseres Familiennamens im Zusammenhang mit dem Verkauf von Bier und Biermischgetränken“, sagt Geschäftsführer Michael Bergt (36).

Und daran ändert sich auch vorerst nichts: Ab sofort, so informierte Bergt, ist auch das Urteil des Landgerichtes rechtskräftig.

Die Reichenbrander Brauerei unter Geschäftsführung von Michael Bergt wollte die 147 Jahre alte Familienmarke „Bergt-Bräu“ wieder aufleben lassen und im Markenregister eintragen.

Die Berg Brauerei Ehingen klagte dagegen und bekam vorm Landgericht recht. Sämtliche Vermittlungs- und Schlichtungsversuche scheiterten bisher.

Entmutigen lässt sich Bergt von den Streitereien nicht. „Wir brauen neu und haben auch ein passendes Logo entwickelt“, verrät Michael Bergt. Bis zu einer endgültigen Entscheidung im Bier-Prozess wird Reichenbrander Bier mit dem Schriftzug: „BIER-LOGO im BRAU-PROZESS“ versehen. Verhandlungstermin vor dem Oberlandesgericht Stuttgart ist im März 2022.

 

Quelle: TAG24 | 12. Juli 2021 | Autor: Peggy Schellenberger

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Diese Nachricht hatte Bierfreunde nicht nur in Chemnitz und Umgebung aufhorchen lassen: Mit einem Gerichtsurteil untersagte im Frühjahr ein Brauunternehmen aus Baden-Württemberg der Reichenbrander Brauerei, ihre im vergangenen Jahr gestarteten Bemühungen zur Wiederbelebung der zu DDR-Zeiten zwangsweise aufgegebenen Chemnitzer Traditionsmarke Bergt-Bräu fortzusetzen. Dem in fünfter Generation geführten Familienbetrieb ist es seither untersagt, Bier unter der Bezeichnung „Bergt“ zu vermarkten. Begründung: Verwechslungsgefahr mit der schwäbischen Biermarke „Berg-Bier“.

Die Reichenbrander haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Die Verhandlung darüber am Oberlandesgericht Stuttgart ist aber erst für kommendes Frühjahr angesetzt. Braumeister Michael Bergt sieht sich daher zum Handeln gezwungen. „In den vergangenen Wochen mussten wir bereits rund 500 Kästen abgefülltes und vom Markt genommenes Bier vernichten“, sagte er. Bei Einigungsversuchen seines Anwalts mit der schwäbischen Brauerei habe kein für die Reichenbrander annehmbares Ergebnis erzielt werden können. „Weiterhin sollen wir unseren Familiennamen aus allen Aktivitäten streichen“, schildert Bergt. „Ein Gebaren, das uns gerade in der jetzigen, wirtschaftlich schwierigen Zeit fassungslos macht.“

Nun versucht er, aus der Not eine Tugend zu machen. Die im Zuge der Wiederbelebung des „Bergt-Bräu“ eingeführten 0,33-Liter-Flaschen werden in allen vier Sorten künftig mit einem anderen Etikett versehen. Sie sollen ab kommender Woche in der Reichenbrander Brauerei und demnächst auch in ausgewählten Märkten zu haben sein. Die Gestaltung der Flaschen lehnt sich an die betont modern gehaltenen „Bergt-Bräu“-Etiketten aus dem vergangenen Jahr an, versehen mit einem Schriftzug „Logo im (Brau-)Prozess“.

Trotz der schwierigen Situation glaubt Michael Bergt, dass in dem Rechtsstreit Hopfen und Malz noch nicht verloren sind. „Wir hoffen weiterhin auf eine faire und  vernünftige Behandlung sowie ein versöhnliches Urteil“, sagte er.

Bild: Michael Bergt, Braumeister und Geschäftsführer (Foto: Andreas Seidel/Archiv)

Chemnitzer Zeitung | 09. Juli 2021 | Autor: Michael Müller

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Doch „Spaß“ bei Seite. Spaß ist es für unsere kleine Familienbrauerei schon lange keiner mehr. Und so müssen wir euch heute leider die Fortsetzung dieser leidlichen und nun auch unendlichen Geschichte erzählen: Nach gescheiterten Einigungsversuchen mit anwaltlicher Hilfe, konnte leider kein für uns annehmbares Ergebnis erzielt werden. Weiterhin sollen wir unseren Familiennamen aus allen Aktivitäten streichen. Bedauerlicherweise mahlen hinter den sieben Bergen bei den sieben Schwaben auch die Mühlen langsam. Das gestellte Berufungsverfahren beim OLG Stuttgart soll sage und schreibe bereits im März 2022 verhandelt werden. Bis dahin wird nicht nur unser Bier schal. In den vergangenen Wochen mussten wir bereits große Mengen abgefülltes und vom Markt genommenes Bier vernichten, da die Berg Brauerei mittels einer hinterlegten Bankbürgschaft den sofortigen Vollzug des Unterlassungsurteils bewirkte. Ein Gebaren, das uns gerade in der jetzigen, wirtschaftlich schwierigen Zeit fassungslos macht.

Wem hier ein Stück der Geschichte fehlt, der kann hier gern nochmal nachlesen

Aber noch ist „Hopfen und Malz nicht verloren“ und wir hoffen weiterhin auf eine faire und vernünftige Behandlung sowie ein versöhnliches Urteil. Unterdessen möchten wir aber unsere treuen Kunden nicht auf dem Trockenen sitzen lassen. Ab sofort gibt es die inzwischen lieb gewordenen 0,33l Flaschen mit „BRAU-PROZESS-LOGO“ in allen vier Sorten aus dem Hause Reichenbrand. Die Idee dazu kam von unserer Agentur PUNKT 191 Marketing & Design, welche uns mit viel Engagement, Kreativität und Optimismus in dieser schwierigen Lage unterstützt. An dieser Stelle – ein dickes Danke!

Ein genauso dickes Danke geht natürlich an Euch, liebe Fans und Freunde unseres Hauses für die überwältigende Welle der Sympathie und Anteilnahme. Ihr gebt uns die Kraft zu kämpfen! Wenn Ihr uns weiterhin unterstützen möchtet, dann teilt diesen Post und kauft fleißig unser „BIER-LOGO“ Bier. Das gibt’s ab Dienstag in unserem Brauereiwerksverkauf und in Kürze auch in ausgewählten Getränkemärkten.

Euer Michael Bergt und Familie

Braumeister und Inhaber

 

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Sorge um Markenname

Die Reichenbrander Brauerei in Chemnitz hat im vergangenen Jahr ein Bier auf den Markt gebracht, das den Namen Bergt-Bräu trägt. Den Namen wollte sich die Brauerei eigentlich schützen lassen, wusste jedoch nicht, dass es in Ehingen die Berg-Brauerei gibt, die Berg-Bier verkauft.

Die Ehinger Bierbrauer fanden daraufhin, dass Bergt zu ähnlich klinge. Deshalb klagte das Unternehmen auf Unterlassung. Das Stuttgarter Landgericht gab der Ehinger Brauerei Recht. Das Bergt-Bier musste daraufhin aus den Läden zurückgeholt werden. Die Chemnitzer Bierbrauerei darf ihr Bergt-Bier nicht mehr unter diesem Namen verkaufen. Die Reste stehen daher jetzt auf dem Betriebsgelände des ostdeutschen Unternehmens.

Ehinger Brauerei sorgte sich um Markennamen

Dem Ehinger Betrieb ging es nach eigenen Angaben auch gar nicht um Umsatzverluste. Die Brauerei habe kein Problem damit gehabt, dass in Chemnitz Bergt-Bier verkauft wird. Doch langfristig fürchte man, den eigenen Markennamen zu verlieren, wenn man ihn nicht schütze.

Die Brauereifamilie in Chemnitz heißt aber Bergt. Seit 147 Jahren ist der Name auch Teil des Bier-Logos. Doch zu DDR-Zeiten musste die Brauerei ihren Namen ändern, da in der DDR Familiennamen nicht als Markennamen erlaubt waren. So wurde aus dem Bergt-Bier in Chemnitz das Reichenbrander Bier. Jetzt wollte der Firmenchef seinen Familiennamen wieder groß auf die Bierflaschen schreiben. Doch die Ehinger Berg-Brauerei machte ihm ein Strich durch die Rechnung.

Viel Kritik an Berg-Brauerei im Netz

Im Netz ist unter einem Facebook-Post der Berg-Brauerei eine hitzige Diskussion entbrannt. Vor allem Bergt-Bier-Fans verurteilen den Beschluss des Stuttgarter Landgerichts. „Vor Gericht haben sie zwar Recht bekommen, aber jetzt stehen sie als raffgieriger Buhmann da“ oder „Wenn Euer Bier so gut ist, dann besteht ihr auch mit gleichem Namen“, heißt es zum Beispiel in den sozialen Medien.

Quelle: swr.de | 28. April 2021 |  zum Artikel

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Der Chemnitzer Brauer Michael Bergt (36) hat Berufung gegen das Urteil des Stuttgarter Landgerichts eingelegt, das ihm den Namen Bergt-Bräu verbietet (TAG24 berichtete). Zudem stellte er einen Eilantrag auf Widerruf der Vollstreckung.

Derweil verlagert sich der Bier-Krieg ins Internet. Auf eine Rechtfertigung aus Ehingen („Missachtung unserer Marke BergBier“) erntete die Firma einen Shitstorm bei Facebook. Auch Stadtrat Toni Rotter (32, „Chemnitz für alle“) schimpfte gen Schwaben: „Sie wollen sich an der Nutzung eines Familiennamens bereichern.“

Michael Bergt freut sich: „So viel Zuspruch hätte ich nicht erwartet.“

Eberhard Böhme (88) aus Zwickau kennt solche Streitigkeiten als früherer Geschäftsführer der „Meeraner Spirituosen“. Böhme erlebte nach der Wende drei Angriffe aus dem Westen, sagt: „Nach wie vor werden Ostprodukte unterdrückt.“

So habe die Firma „Asbach Uralt“ 50.000 Mark geboten, damit die Meeraner ihren Weinbrand „Urahn“ einstellen. Der einstige Schnaps-Chef Böhme verlangte 500.000 Mark als Verhandlungsgrundlage – „danach habe ich von Asbach nichts mehr gehört“.

Ferrero habe einst mit Klage gegen die Marke „Mon Ami“ aus Meerane gedroht, weil eine Verwechslungsgefahr mit „Mon Cherie“ bestehe. Dabei war und ist „Mon Ami“ ein Eierlikör.

 

Quelle: TAG24 | 20. April 2021 | Autor: Bernd Ripper

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Im Markenrechtsstreit um die Chemnitzer Traditionsbiermarke „Bergt-Bräu“ aus Reichenbrand hat die klagende Brauerei aus Baden-Württemberg grundsätzlich Kompromissbereitschaft signalisiert. Unter Verwendung eines Zusatz-Wortes wie etwa „Reichenbrander Bergt-Bräu“ wäre eine weitere Nutzung des Namens denkbar, sagte der Chef der Berg-Brauerei in Ehingen, Uli Zimmermann.

Die schwäbische Brauerei hatte den Betreibern der ältesten Chemnitzer Privatbrauerei gerichtlich untersagt, die seit 1874 verwendete, zu DDR-Zeiten verbotene und seit vergangenem Frühjahr wieder eingeführte Marke „Bergt-Bräu“ weiter zu nutzen. Zuletzt mussten alle noch nicht verkauften Flaschen aus den Getränkemärkten zurückgeholt und alle Werbeschriftzüge entfernt werden.

Michael Bergt, der Geschäftsführer der Reichenbrander Brauerei, will sich in dieser Woche mit seinem Anwalt beraten. Auf der Facebooksseite des Familienbetriebes gingen in den vergangenen Tagen etliche Kommentare ein, die ihm und seinem Team Mut zusprechen und Unterstützung bekunden. „Wir sind von diesem Echo völlig überwältigt“, sagte Bergt. „Das bedeutet uns gerade in dieser schwierigen Corona-Zeit sehr, sehr viel.“

Auf der Facebookseite der Brauerei Berg in Ehingen hingegen äußerten viele Nutzer Kritik und Unverständnis über das Vorgehen gegen die Chemnitzer Branchenkollegen. In einer am Samstagnachmittag veröffentlichten Erklärung werben die Betreiber nun um Verständnis. Ein Akzeptieren der Marke „Bergt-Bräu“ ohne jeden Zusatz würde jeder weiteren Missachtung der eigenen Marke „Berg-Bier“ juristisch die Tür öffnen, heißt es. Dies sei auch eine Lehre aus eigenen schwierigen Erfahrungen in Fragen des Markenschutzes.

Bild: Noch darf Braumeister Michael Bergt das neue „Bergt-Bräu“ nicht wieder unter die Leute bringen. Doch es gibt offenbar Hoffnung (FOTO: Toni Söll/Archiv)

Chemnitzer Zeitung | 19. April 2021 | Seite 12 | Autor: Michael Müller

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Danke das ihr so hinter unser Familie und unserer Tradition steht..

Eure Familie Bergt. Auch im Hintergrund.👼

 

Hier gehts‘ zum Facebook-Beitrag

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Schwäbische Berg-Brauerei sieht Verwechslungsgefahr

Zwischen den Brauereien liegen 500 Kilometer und ein „t“. Gegenstand des Konfliktes ist ein angeblicher Zusammenhang zwischen „Berg Bier“ und dem Reichenbrander „Bergt-Bräu“.
Der Familienname Bergt ist seit 147 Jahren Teil des Logos. Geschäftsführer Michael Bergt ist entsetzt: „Der Lebenstraum meines Großvaters Joachim Bergt war es, nach der Zwangsumbenennung unserer Privatbrauerei in der DDR den Namen Bergt wieder groß auf einem Etikett zu sehen.“
Im Vorjahr hatte die Brauerei die neue (alte) Biermarke Bergt-Bräu eingeführt. 120 Hektoliter oder 36.000 Flaschen seien verkauft worden. Doch die Eintragung im Patent- und Markenregister brachte die Berg-Brauerei Zimmermann auf den Plan. Nun lief das Bierfass über. Es flatterte ein Gerichtsbeschluss des Landgerichts Stuttgart ins Haus.
Unter Androhung von Ordnungsstrafen musste Michael Bergt sämtliche Kästen Pils, Helles, Red Ale und Radler aus den Getränkemärkten zurückholen. Sie stehen auf dem Hof in Reichenbrand unter „Quarantäne“. Berg-Brauer Ulrich Zimmermann war gestern für die MOPO nicht zu erreichen. Michael Bergt postete die Attacke aus Ehingen bei Facebook. Der Protest wurde bereits 350-mal geteilt. Der Brauereichef gibt sich nicht geschlagen: „Wir gehen in Berufung und stellen einen Eilantrag auf Widerruf.“

Bild links: Im Vorjahr kehrte der Name Bergt auf die Etiktten zurück (l.). Keine Ähnlichkeit zu erkennen: das Berg Bier aus Baden-Württemberg (r.). | Bild mitte: Die BRauerei in Reichenbrand gehört seit 147 Jahren der Familie Bergt | Bild rechts oben: Dieses Urteil aus Stuttgart verbietet es Michael Bergt, seine spritzige Ware Bergt-Bräu zu nennen. | Bild rechts unten: Brauerei-Geschäftsführer Michael Bergt (36) soll sein Bier wieder als „Reichenbrander“ verkaufen.

Morgenpost | 16. April 2021 | Seite 6 | Autor: Bernd Rippert